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Schwarzwaldverein Bermersbach e.V.

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Besuch Kulturdenkmal Mönchhof-Sägemühle am 12.04.2011

in Waldachatal-Vesperweiler

Am Dienstag, 12.4.2011, stand der erste Höhepunkt des Wanderjahres für die Jedermannswanderer des Schwarzwaldverein Bermersbach auf dem Programm, der Besuch der bekannten, mit dem Kulturlandschaftspreis 2007 ausgezeichneten, Mönchhof-Sägemühle im Waldachtal. Mit dem Bus fuhren wir bei typischem Aprilwetter Richtung Waldachtal-Vesperweiler. Pünktlich um 14:00 Uhr wurden wir von Uwe Schittenhelm, dem Sägemüller und Betreiber der Mühle in Empfang genommen. Zum ersten Programmpunkt gesellte sich Revierleiter Ferdinand Schorpp zu uns. Mit ihm unternahmen wir einem Informationsrundgang durch den Waldachtaler Wald. Neben einem Überblick über die im Revier anzutreffenden Baumarten, lernten die Teilnehmer auf dem Gang durch den Wald auch einiges über Wildbestand, Borkenkäferbekämpfung und Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung. Höhepunkt der Wanderung war das Fällen einer mehr als 20m hohen Tanne, die anschließend in der Mönchhof-Sägemühle unter den Augen der Teilnehmer zersägt werden sollte. Ferdinand Schorpp ergriff die Gelegenheit, die Gefahren und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen beim Fällen darzustellen. Da ein kräftiger Wind das einfache Fällen verhinderte, konnten die Teilnehmer auch noch den Einsatz der Seilwinde zum Umziehen des Baumes miterleben.
Zurück in der Mühle stellte Uwe Schittenhelm die Mönchhof-Sägemühle in allen Einzelheiten vor. Er erzählte uns das Auf und Ab der seit 1435 bestehenden Mühle. Besonderen Wert legt Herr Schittenhelm darauf, dass die Säge wieder voll funktionsfähig ist und nicht nur ein Museum. Der Mühlenweiher versorgt das oberschlächtige Mühlenrad von fast 6m Durchmesser bei jeder Umdrehung mit ca. 2t Wasser. Diese Energie wird über Transmissionen auf das Sägegatter und außerdem über ein Getriebe auf den 15kW-Generator übertragen. Der Generator wird benutzt, um die Einrichtungen der Mühle mit elektrischem Strom zu versorgen. Überschüssige Leistungen werden in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Inzwischen war ein 5m-Stück der beim Waldspaziergang gefällten Tanne eingetroffen und wurde auf dem Bock befestigt, um in Balken gesägt zu werden. Uwe Schittenhelm betätigte den Umlegehebel zum Getriebe und das Sägegatter setzte sich in Bewegung. Unter den interessierten Blicken der Teilnehmer verwandelte sich der Stamm in zwei große Balken und einige Abfallbretter. Nach soviel Information konnten sich alle Teilnehmer bei einem zünftigem Mühlenvesper stärken. Ein weiterer Höhepunkt des Tages gestaltete "Bernhardini". Mit seinem Zaubererkollegen Werner trugen sie mit gekonnter Tischzauberei zur Unterhaltung bei.
Nach einem gelungenen Nachmittag machten sich die Mitglieder des Schwarzwaldvereins Bermersbach wieder auf den Heimweg. Hier erwartete alle eine weitere Überraschung - ab Freudenstadt verwandelte sich der Regen in ein dichtes Schneetreiben und erinnerte daran, dass der Winter noch nicht endgültig vorbei ist.

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