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Schwarzwaldverein Bermersbach e.V.

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Jugendgruppe präsentierte "Die siebte Seite des Würfels"

Die Zahl sieben ist eine magische Zahl. Von dieser Tatsache konnten sich am ersten Novemberwochenende auch wieder die Besucher der diesjährigen traditionellen Theaternachmittage überzeugen. Nach wochenlanger intensiver Probearbeit unter der Regie von Jugendleiterin Bernadette Wunsch waren es insbesondere die Jüngsten des Vereines, welche mit viel Spielfreude und Engagement ihren Rollen das passende Format gaben.
Der Einstieg in das Märchen erfolgte im Königreich Umbrahumbrien. Dort steckt Königin Farsina (Emily Heinig) in einer Zwickmühle, sie weiß nicht, welcher ihrer drei Töchter sie den Thron vererben soll. Doch flugs ist die Lösung gefunden; laut Testament des vor sieben Jahren verstorbenen Königs soll diejenige Krone und Zepter erhalten, welche nach einer Reise um die Welt innerhalb von sieben Monaten das seltsamste und wunderbarste Geschenk mit nach Hause bringt.
Prinzessin Floriane (Melissa Weng) wählt den Seeweg und trifft im fernen Orient auf Prinz Karim (Nathanael Klein), welcher ihr nicht nur sein Herz sondern auch einen fliegenden Teppich schenkt.
Mit der Kutsche reist Prinzessin Felicitas (Alexandra Roll) in den hohen Norden und begegnet dort dem talentierten Linsenschleifer Leonhard (Ansgar Wiederrecht). Dieser entbrennt sofort in heftiger Liebe zu ihr und schenkt seiner Angebeteten ein Wunschfernrohr, welches einem jede gewünschte Person sofort vor die Linse führt.
Die kecke Prinzessin Fiorina (Selina Wunsch) wählt den beschwerlichen Weg zu Fuß und verirrt sich prompt im Nebelgebirge. Dort lernt sie den sympathischen Einsiedler Jonathan (Heiko Roll) kennen und lieben. Seit sieben Jahren mit einem Fluch belegt haust er im Nebelgebirge und überreicht ihr einen wundersamen Spiegel mit Heilkräften, die "siebte Seite des Würfels" ist gefunden.
Pünktlich vor Ablauf der Frist trifft sich das Prinzessinnen-Trio nebst zukünftigen Gatten im Gasthaus "Zur roten Laterne" wieder, doch ein Blick durch das magische Fernrohr zeigt ihnen Schreckliches, ihre Mutter die Königin liegt im Sterben. Mit Hilfe des fliegenden Teppichs ist man im Handumdrehen im Palast und dort beweist der Wunderspiegel seine heilbringenden Kräfte. Von ihrer Krankheit genesen trifft Königin Farsina eine ebenso salomonische wie pfiffige Entscheidung: Ihre drei Töchter sollen gemeinsam und gleichberechtigt künftig das Land regieren.
In weiteren Rollen wirkten mit: Jason Kühn als dienstbeflissener Ritter Ralle, Mika Steininger schlüpfte in die Rollen eines Marktverkäufers und Pfarrers, Schlangenbeschwörerin Jakobea Klein brachte mit ihrer Flöte die Schlange Lilith zum Tanzen, Ann-Kathrin Schaub gefiel als Medicus, Melissa Wunsch als Kellnerin und Marktfrau und Saskia Wunsch verkörperte das Huzelweibchen sowie eine zweite Kellnerin. Last but not least tummelte sich noch allerlei buntes Volk auf dem Basar: Justin Krieg, Majella-Marie Hürst, Sarah Weimann, Lorena Wunsch und Mia-Valentina Hürst.
Passend zu jedem der sechs Akte agierten die Kinder inmitten einer prachtvollen Kulisse und mit stimmigen Requisiten, federführend hierfür waren Daniela Wunsch, sie war auch für Malerarbeiten zuständig, Stefan Müller, Ludwig Weiler, Ludwig Klein und Denise Wunsch. Ein echter Hingucker ? wie jedes Jahr ? waren auch wieder die farbenprächtigen Kostüme, sie entstanden unter den geschickten Händen von Elisabeth Wunsch.
Manuel Alexander und Michael Kowalski sorgten für die optimale Beleuchtung und den guten Ton und während der aufwändigen Umbauphasen kamen Bernadette Wunsch, Daniela Wunsch, Armin Wunsch, Daniel Fritz, Markus Hürst, Markus Schaub und Tomica Bonic hinter der Bühne kräftig ins Schwitzen.
Auch Regina Roll dürfte wohl so mancher Schweißtropfen auf der Stirn gestanden sein, ihr oblag die Betreuung der jungen Künstler während der Hauptproben und Aufführungen.
Wohlverdienter Applaus eines begeisterten Publikums waren der Dank für viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit vor und hinter der Bühne und der Beweis dafür, dass auch nach 23 Jahren die Märchennachmittage nichts von ihrem Charme verloren haben.

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