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Schwarzwaldverein Bermersbach e.V.

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Jugendgruppe präsentierte "Die silberne Lilie"

Lilien gibt es ja bekanntlich in allen Farben - aber eine silberne Lilie, nie davon gehört. Den Beweis dafür, dass es eine solche Blume tatsächlich gibt, lieferten am ersten Novemberwochenende die Schauspielamateure der Jugendgruppe des Schwarzwaldvereins.
Nach wochenlanger intensiver Probearbeit unter der Regie von Jugendleiterin Bernadette Wunsch waren es insbesondere die Jüngsten des Vereins, welche mit viel Spielfreude und absoluter Textsicherheit ihren Rollen das passende Format gaben.
Eingeführt in das Märchen werden die aufmerksamen Zuschauer von burschikosen Weber Schlippel (Selina Wunsch): "Gedüngt vom guten Willen der Menschen wächst die silberne Lilie auf himmlischem Feld", und nur die Fee Ostara kann sie pflücken und einem braven und gutherzigen Menschen schenken. Wer diese Wunderblume in der Hand hält, kann nicht mehr lügen, er muss die Wahrheit sagen. Auch verkauft werden darf diese Lilie nicht, denn obwohl aus reinem Silber würde sie dann umgehend verwelken.
Bevor sich dann der Vorhang zum ersten Akt hebt, meldet sich noch der Hofmarschall (Ansgar Wiederrecht) zu Wort und berichtet über die junge Prinzessin Annabella (Jakobea Klein), welche verkleidet als Bettelkind und beauftragt von der Fee Ostara durch die Lande zieht auf der Suche nach einem hilfsbereiten Menschen, welchem die Silberfee die Wunderblume schenken kann.
Der junge gutherzige Weber Boni (Alexandra Roll) steckt in einer misslichen Lage, arbeitslos und ohne Aussicht auf Geld steht er kurz davor von seiner Wirtin, der hartherzigen und geizigen Frau Hartenstein (Natalie Schoch) kurzerhand vor die Tür gesetzt zu werden. Nur der Redegewandtheit seines besten Freundes Schlippel hat er es zu verdanken, dass er noch eine letzte Nacht unter ihrem Dach verbringen darf. Da klopft die in Lumpen gekleidete Prinzessin an die Tür um für ihre angeblich Hunger leidende Familie Almosen zu erbetteln; der gutherzige Boni schenkt ihr seine letzten Kartoffeln und obendrein noch das letzte Brot. In der folgenden Nacht bekommt er Besuch von der Fee Ostara (Linda Asal), sie schenkt ihm die silberne Lilie. Angelockt von den sphärischen Klängen, welche den Auftritt der Fee begleiten, erscheint seine Wirtin auf dem Plan, deren unlautere Absichten die "Wahrheitsblume" sofort enttarnt. Der eilends am nächsten Morgen herbei zitierte Goldschmied (Helena Gerlach), welcher den Wert der Blume schätzen soll, wird von der Wunderblume sofort entlarvt, was zu viel Geschrei und Gezeter unter den Nachbarsfrauen (Majella-Marie Hürst, Enja-Marie Kraft, Emelie Schillinger) und deren Kindern (Angelina Kraft, Xenia Frey) führt, sie beschuldigen Boni gar mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Der Tumult ruft schließlich den etwas einfältigen Polizisten Brummel (Mika Steininger) auf den Plan, dieser macht kurzen Prozess und verhaftet den unschuldigen Boni um ihn mitsamt der silbernen Lilie am Königshof vor Gericht zu stellen. Doch bevor es soweit kommt, erscheint ein dreister Dieb (Carl Gerlach) und reißt einem kleinen Mädchen (Mia-Valentina Hürst) die Blume aus den Händen.
Derweil hat sich am Königshof ein Brautwerber eingefunden, der intrigante Prinz Karfunkel (Nathanael Klein), welcher gemeinsam mit den beiden Ministern Leisetritt (Linda Asal) und Seidenfein (Ann-Kathrin Schaub) einen gemeinen Komplott geschmiedet hat. Mit schönen Worten versucht er die junge Prinzessin und den König (Heiko Roll) von seiner Liebe zu überzeugen, in Wirklichkeit jedoch spekuliert er nur auf deren Geld und Macht. In diese Situation hinein platzt Wachmeister Brummel mit seinem Gefangenen Boni. Nun überschlagen sich die Ereignisse, denn auch der Dieb kann sich der Magie der silbernen Lilie nicht entziehen und bringt sie reumütig zurück. Der König, welcher bestens über die Fähigkeiten der Blume informiert ist, drückt die ?Wahrheitsfinderin? umgehend seinen Ministern und dem hinterhältigen Prinz Karfunkel in die Hand und deren fieser Plan kommt ans Licht. Statt Boni werden diese drei von den Wachen (Helena Gerlach, Natalie Schoch) abgeführt und in den Turm gesperrt.
Und weil ja am Ende wirklich alles gut werden muss, gesteht die schöne Prinzessin dem armen Weber Boni ihre Liebe: Happy end.
Für die silberne Lilie wird ein kleines Haus aus Marmor errichtet und sie erhält einen Platz dicht beim Palast.
Stimmig wie in jedem Jahr waren auch wieder die Requisiten und Kulissen, in denen die Kinder agierten.
Elisabeth Wunsch, rechte Hand von Bernadette, zeichnete sich für die prächtigen Kostüme verantwortlich und fungierte als Souffleuse.
Das bewährte Team Manuel Alexander und Alexander Kowalski sorgte für den guten Ton und die optimale Beleuchtung und während der Umbaupausen kamen Daniel Fritz, Markus Schaub, Stefan Müller, Armin Wunsch, Oliver Wunsch und Bernadette Wunsch hinter der Bühne kräftig ins Schwitzen.
Auch Regina Roll konnte sich sicherlich nicht über Langeweile beklagen, ihr oblag die Betreuung der jungen Künstler während der Hauptproben und Aufführungen.
Auf 25 Jahre Laientheater kann man im nächsten Jahr zurückblicken, ein Jubiläum, das mit Sicherheit besonders gefeiert wird.

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