Stadtbahnwanderung am 05. Juni 2003

Die Stadtbahn hat vor einem Jahr Einzug ins Murgtal gehalten und mit ihr entdecken immer mehr Besucher das schöne Murgtal. Zahlreiche Wandergruppen erforschen allwöchentlich unsere Wanderwege. Bezirksvorsitzender Adolf Gerstner hatte für sie eine zündende Idee. In Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Verkehrsbund möchte der Schwarzwaldverein, Bezirk Murgtal, diesen Gästen geführte Wanderungen unter der Leitung von erfahrenen Wanderführern anbieten. Die 6 Ortsgruppen waren schnell überzeugt und gemeinsam mit dem KVV wurde binnen weniger Wochen ein bis in den Oktober reichendes Programm aus dem Boden gestampft. Jeweils am ersten Donnerstag und am dritten Sonntag eines jeden Monats stehen künftig geführte Wanderungen in die schönsten Winkel des Murgtals auf dem Programm. Die Werbung hierfür übernimmt der KVV in einer eigens hierfür angefertigten Broschüre. Die erste Wanderung sollte ins "Berg- und Ziegendorf" Bermersbach führen, die Verantwortung hierfür hatte unsere 1. Vorsitzende Elisabeth Wunsch übernommen.

Am Donnerstag war es dann also zum ersten Mal soweit. Bei hochsommerlichen Temperaturen rollten 30 erwartungsvolle Wanderfreundinnen und -freunde zwischen vier und fünfundsiebzig Jahren in Forbach am Bahnof ein. Sie kamen aus Karlsruhe, der Pfalz, Baden-Baden sowie Gernsbach und Umgebung. Äußerst erfreut zeigte sich Bezirksvorsitzender Adolf Gerstner hinsichtlich dieser guten Resonanz. Er begrüßte die Gäste im "herrlichen Forbach" und wies darauf hin, dass auch die zukünftigen Wanderungen bei jedem Wetter und ohne Rücksicht auf Teilnehmerzahl auf jeden Fall stattfinden werden. Des weiteren stellte er Elisabeth Wunsch, Wanderführerin und 1. Vorsitzende des Schwarzwaldvereines Bermersbach, sowie ihren Begleiter Horst Sauter vor. Auch Bürgermeister Kußmann hatte es sich nicht nehmen lassen, die Wanderfreunde im romantischen Murgtal zu begrüßen. Elisabeth Wunsch hatte sich perfekt vorbereitet auf die Führung dieser Pilotwanderung. Als erstes gab es einige kurze erklärende Worte zum Gesamtschwarzwaldverein sowie zur Ortsgruppe Bermersbach im Besonderen, welche seit ihrer Gründung 1922 von 25 Personen auf mittlerweile 315 Mitglieder angewachsen ist. Endlich ging dann die "leichte Wanderung über Feld- und Waldwege" mit 7 km Länge und 180 Höhenmetern los. Man marschierte zuerst zur bekannten Holzbrücke, wo Elisabeth Wunsch ihren aufmerksam lauschenden Zuhörern allerlei Wissenswertes über den Bau 1777, Zerstörung 1945 und Neubau 1955 berichtete. Am Mosesbrunnen vorbei ging es zur Johanneskirche. Diese wurde gebührend bewundert und von der Wanderführerin gab es Interessantes über das Gotteshaus zu erfahren. Weiter ging es am Forsthaus vorbei auf dem Läbergweg in Richtung Bermersbach. Man passierte den Übungshang für Grasskiläufer, die Jugendherberge, naschte erste Heidelbeeren und sichtete die mittlerweile schon berühmten "Bermersbacher Ziegen". Weitere Stationen waren das "Antonius-Brünnele", das "Bildstöckl" des Heimatvereines, das "Deutsche Eck", der "Jahrtausendstein" und die sich noch im Bau befindliche Mühle mit Backhaus. Nach einem Besuch der Antoniuskirche in Bermersbach legte man eine Rast in der "Schulstub" ein. Von hier aus hatte man eine herrliche Aussicht auf den Höfelskopf und das "Ziegenwohnheim". Dann ging es weiter zu den Giersteinen, welche seit 1936 unter Denkmalschutz stehen und um die sich viele Sagen und Geschichten ranken. Vorbei am "Kirrekreuz" ging es anschließend wieder hinunter zum Bahnhof Forbach. Viel Lob kam von den Gästen hinsichtlich der schönen Landschaft sowie den gepflegten kleineren und größeren Anlagen. Auch Elisabeth Wunsch sorgte mit allerlei Anekdoten und Sagen rund um Bermersbach für Kurzweil. Bei den einzelnen Stationen gab es immer ausführliche Erklärungen und Gelegenheit um Fragen zu stellen. So ist es nicht zuletzt ihr zu verdanken, dass viele der Wanderfreunde bei der Verabschiedung sagten: "Hierher kommen wir bald wieder."





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